09.06.17 – Gewitterjagd im Rheingraben

Am 09.06.17 sah es für das westliche und nördliche BaWü nach einer netten Gewitterlage aus. Die Kombination von mäßiger Scherung und mäßiger Labilität ließ hier und das auch organisiertere Strukturen zu. Als Target wählten wir am frühen Nachmittag das Rheintal auf Höhe des Pfälzer Walds. Dort mussten wir allerdings noch eine ganze Weile warten, ehe sich die Gewitter aus dem Saarland und RLP in unsere Richtung in Bewegung setzten. Wir spielten zwar noch mit dem Gedanken weiter nach Süden in Richtung Baden-Baden/Freiburg zu fahren, da auch hier erste Zellen (eine davon sehr wahrscheinlich eine Superzelle) unterwegs waren, verwarfen aber aufgrund der langen Anfahrt und dem daher einhergehenden späten Eintreffen diese Option – ein Fehler, wie sich nur wenig später herausstellen sollte. Unsere angepeilte Zelle schob sich nun langsam an der deutsch-französischen Grenze aus dem Pfälzer Wald auf uns zu und die Strukturen waren anfangs sehr schön:

Man konnte jedoch nur ca. 15-20 Minuten sehen, dass die Zelle outflow dominant wurde und es zur Bildung einer linienförmigen Sturktur kam. Zwar war die shelf-cloud nett anzusehen, wir hatten es allerdings tendenziell eher auf isoliertere Zellen abgesehen.

Wir verlagerten unseren Standort nun etwas nach NO um die zwischenzeitlich stattliche shelf fotografieren zu können. Beim Blick auf das Radar hätten wir uns allerdings in den Hintern beißen können. In der Zwischenzeit zogen zwei wirklich sehr kräftige, ausscherende und recht isolierte Zellen (auch diese vermutlich mit Mesozyklone) von den Vogesen her kommend quer durch das Rheintal etwas nördlich von Freiburg. Zeitlich hätten wir diese locker erreichen können, wenn wir bei der Entscheidungsfindung zuvor auf dieses Gebiet gesetzt hätten. Hätte hätte Fahrradkette… wir mussten nun das Beste aus der Situation machen: Die nach NO abziehende Linie wollten wir nicht weiter verfolgen und so fuhren wir in die Region Raststatt. Tatsächlich entwickelten sich an den Nordvogesen kurz später noch zwei kleinere Zellen, welche anfangs zwar recht unspektakulär aussahen, sich aber in ihrer nicht unerheblichen Lebensdauer durchaus zu sehr fotogenen und organisierten Brummern mauserten und uns damit zusammen mit der tollen Lichtstimmung vor Ort den Tag retteten:

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