15.06.17 – Tour durch vier Bundesländer

Dass es am Donnerstag, 15.06.17 nicht ganz einfach werden würde, war schon klar, als wir gegen 11:30 Uhr von Tübingen in Richtung Rheinland Pfalz starteten. Die erwartete Gewitterlage hatte zwar das Potential für organisierte und durchaus kräftige Zellen, allerdings drohten diese schnell zu verclustern. Im Vorfeld sahen die Modelle RLP als eine gute Ausgangsposition an. Wir fuhren daher zunächst nach Alzey, wo wir mehr oder weniger spontan auf zahlreiche andere Sturmjäger aus der ganzen Republik stießen und erst einmal in guter Gesellschaft abwarteten. Einige Modelle zeigten in den neusten Läufen eine leichte Verschiebung nach Süden was die heftigsten Entwicklungen anging. Wir entschlossen uns daher von Alzey irgendwann den bereits existierenden Zellen in Frankreich etwas entgegen zu fahren – Es ging also ab ins Saarland. Dort angekommen fuhren wir eine Neuentwicklung an, welche nach Norden hin ausscherte:

Der massive outflow eines alternden Gewitterclusters weiter im Westen, der ebenfalls auf unsere Position vorrückte, machte im weiteren Verlauf allerdings jeglicher Konvektion den Gar aus und für uns hieß es daher wieder zurück nach RLP zu fahren. Auf der Fahrt durch die Pfalz bildete sich dann quasi direkt neben uns eine kleine und kurzzeitig antizyklonal rotierende Gewitterzelle mit NNO-Kurs. Der Anblick des kurzzeitig stark blitzenden und in sich verdrehten Aufwinds bei Kaiserslautern war wirklich nett. Leider fanden wir keine passende Ausfahrt auf der Autobahn und so ereilte auch diese Zelle kurz darauf ein schnelles Ende durch den durchbrechenden outflow aus Westen:

Es war nun plötzlich klar, dass wir auf verlorenem Posten standen in RLP und schnellstens in Richtung Heimat nach Südosten mussten. Schon während der Fahrt löste es über dem Schwarzwald massiv aus und es bildete sich schnell eine geschlossene und auf dem Radar doch massiv aussehende Gewitterfron aus, die recht schnell nach Südosten zog. Für die Heimat, das Neckartal und die Albkante waren wir zu spät dran (zudem gab es Stau auf der A8, den wir umfahren mussten) und so setzten wir auf Oberschwaben und das Allgäu, was wir via Heilbronn/Crailsheim und Ulm anfuhren. Bei Illertissen gelang es uns dann leider nur noch einige Blitze zu auf Bild zu bannen, bevor wir auch dort mitten im Geschehen waren. Ein Blitz schlug unerwarteter weise in nur sehr geringer Distanz in den Boden und belichtete fast das Bild komplett über, es erscheint daher fast taghell:

Auf der Rückfahrt konnten wir schließlich nördlich von Ulm eine kleine Nachzüglerzelle weiter nördlich aus einiger Distanz fotografieren. Leider starb auch diese kurze Zeit später ab, allerdings produzierte die vorher noch einen sagenhaften Blitz aus dem Eisschirm, welcher weit aus der Zelle heraus kam, bevor er für die Anwohner vor Ort vermutlich fast aus heiterem Himmel in den Boden schlug:

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