27.05.16 – Leftmover an der Donau

Nachdem wir am 27.05.16 bereits zwei Superzellen gejagt hatten (1, 2) waren wir zwar etwas erschöpft, dennoch war es fast klar, dass es das noch nicht gewesen sein sollte. Einige Modelle simulierten zum Abend hin zunehmende SRH Werte für antizyklonal rotierende Zellen. Weil diese in Bezug auf die Zugbahn normaler, nicht rotierender Gewitterzellen häufig nach links ausscheren, nennt man sie auch Leftmover. Als regelrecht lenkende Schiene für Leftmover an diesem Tag bot sich die Donau von Tuttlingen bis ins Bayrische regelrecht an. Es war inzwischen fast dunkel, wir verlagerten uns bereits langsam in Richtung Heimat und fast sah es so aus, als ob es doch nicht mehr zünden wollte. Um 21:15 Uhr bildete sich dann aber bei Riedlingen an der Donau eine Zelle, welche tatsächlich nach links ausscherte und genau die Donau entlang zog. Der interessante Aufwindbereich sollte bei dieser Zelle im nördlichen Breich liegen. Wir waren zu dieser Zeit noch auf der Alb und konnten an der A8 bei Merklingen ein erstes Foto der weit entfernten Zelle machen.
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Da uns gefiel was wir da sahen und das Radar ebenfalls bestätigte, dass diese Zelle gut organisiert, langlebig und kräftig war, fuhren wir erneut in die Region Ulm. Eine positionierung war diesmal nicht ganz einfach, dennoch schafften wir es uns genau so aufzustellen, dass der Ufo-förmige Aufwindbereich der Zelle später genau über uns hinweg rauschte. Begleitet wurde das Ganze von Platzregen und kleinkörnigem Hagel um 1 cm Durchmesser. Hier einige Bilder der 3. Superzelle an diesem Tag:

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