27.04.15 – Hagelgewitter im LK Rottweil, Freudenstadt und Tübingen

Die milde Witterung Ende April wurde vergangenen Montag mit dem Durchgang einer Kaltfront beendet. Im Vorfeld der Front lag im Südwesten eine recht instabile Luftmasse (500-1000 J/Kg CAPE), in welcher durch Hebungsprozesse einzelne aber kräftige Gewittern entstehen konnten. So richtig interessant machte das Setup allerdings erst eine durchaus kräftige Windscherung (SREH teilweise über 200 m²/s²).
Am späten Nachmittag kurz nach 16 Uhr entwickelte sich über dem südlichen Hochschwarzwald eine einzelne Gewitterzelle, welche sich anfangs mit NNO Kurs quer über die Berge bewegte. Als die Zelle den Landkreis Rottweil erreichte, verstärkte sie sich deutlich. Etwa auch zu dieser Zeit begann das Gewitter damit nach Osten auszuscheren. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich hier im Lee des Schwarzwalds eine persistente Mesozyklone entwickeln konnte. Durch die verhältnismäßig geringe Höhenströmung steuerte das sich weiter intensivierende Gewitter recht langsam in Richtung der Landkreise Freudenstadt und Tübingen. Dadurch kamen örtlich sehr große Hagel- und Regenmengen zusammen, welche örtlich auch für Schäden sorgte (Bericht dazu hier). Besonders betroffen waren die Landkreise Rottweil, Freudenstadt und Tübingen (Dornhan, Sulz a. N., Horb a. N. sowie Rottenburg). Das Gewitter war für Ende April außerordentlich langlebig (über 6 Stunden), sehr gut organisiert und auch optisch ein wahrer Leckerbissen.

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