Fotogenes Gewitter, 14.06.2011

Dass fotogene und kräftige Gewitter auch dann auftreten, wenn die Bedingungen eigentlich nicht stimmen, zeigt dieser Fall recht gut. Am 14.06. herrschte eher sommeruntypisches Wetter vor und mit 20 °C war es nicht sehr warm. Die Luftfeuchtigkeit war zwar recht hoch, die Sonne konnte sich jedoch kaum den Weg durch die zähen Wolken bahnen. Es war kühles „Waschküchen-Wetter“. Neben nicht allzu viel Energie stand der Konvektion auch nicht wirklich Dynamik zur Verfügung. Das Gewitterrisiko war demnach minimal und man konnte eher von einzelnen Schauern ausgehen.

Tatsächlich bildeten sich im Tagesverlauf einzelne Schauer und speziell über den Bergen auch kurze und schwache Luftmassengewitter. Gegen 17:10 Uhr entwickelte sich bei Herrenberg über dem Schönbuch eine kleine Gewitterzelle, die mit der NW Strömung weiter Richtung Tübingen zog. Anfangs sah die Zelle eher unspektakulär aus:

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Nach und nach wurde der Aufwindbereich der Zelle sichtbar:

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Bereits zu dieser Zeit war große Dynamik erkennbar. Unter dem Aufwind ging es sehr turbulent zu:

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Die Zelle legte nun wirklich an Dynamik zu und man konnte kurzzeitig Rotation erahnen. Auch die Blitzaktivität stieg etwas an (davor nur ca. 1 Blitz/min.). Die Strukturen wurden immer schöner:

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Die Wolken hingen wirklich fast bis zum Boden:

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An der vorderen Seite bildeten sich turbulente Arcus Wolken, welche tief Richtung Boden hingen:

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Schließlich zog die schöne Zelle leicht südlich an mir vorbei. Sie machte damit quasi einen kleinen Bogen um mich. Dadurch konnte ich die schönen Strukturen auch beim Durchzug auf Bild bannen:

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