Glatteisregen, 20.01.13

Am morgigen Sonntag kommt es im Westen und vor allem Südwesten Deutschlands zu einer gefährlichen Lage: Es steht Glatteisregen ins Haus.

Wie kommt es dazu?
Die Wetterlage morgen kann man schön für eine kurze Erklärung verwenden. Ein Gespann aus zwei Tiefdruckgebieten (eines über Spanien/Frankreich, eines beim Ärmelkanal) sorgt dafür, dass sich milde Mittelmeerluft aus Südwesten auf den Weg zu uns macht. Die wärmere Luft gleitet dabei anfangs quasi auf der kalten Luft und schiebt sich zuerst in mittleren Höhen (~ 1-2500 m) über uns. Darunter bleibt die kalte Luft, welche bereits in den letzten Tagen wetterbestimmend war, vorerst erhalten. Weil die wärmere Luft viel Feuchtigkeit enthält, setzen Niederschläge ein. Anfangs sollte es zu Schneefall kommen. Die Warmluft wird aber mehr und mehr, wodurch der Schnee irgendwann in Regen übergeht. Dieser fällt auf seinem Weg zum Boden durch die kalte Luft darunter. Je nach dem, wie ausgeprägt diese Lage ist, kann der Regen dabei bereits Temperaturen um oder sogar unter dem Gefrierpunkt erreichen (-> unterkühltes Wasser). Ist das Wasser unterkühlt, gefriert es durch den beim Auftreffen entstehenden Impuls sehr schnell. Aber selbst wenn das Wasser noch etwas über 0 °C hat, kann sich sehr schnell Glatteis bilden. Der Boden ist aufgrund der Kälte der vergangenen Tage immernoch gefrohren.

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